Ein Pilger („Fremdling“, stammt vom lateinischen peregrinus ab „in der Fremde sein“) ist eine Person, die aus Glaubensgründen in die Fremde zieht, z. B. eine Wallfahrt macht. So sagt es die Definition.

Was den modernen Pilger unserer Zeit ausmacht, sind ganz verschieden Beweggründe. Es können Glaubensgründe sein, eine Wallfahrt wie in alten Zeiten nach Jerusalem vielleicht, Mekka oder Lourdes. Pilgern kann der Festigung des eigenen Glaubens dienen, der Läuterung, um Buße zu tun oder um etwas zu erbitten. Es kann aber auch die Suche nach etwas sein, was man im, zumeist lauten, Alltag nicht oder nur schwer findet. Die innere Stimme, Intuition, die Stille und Gewissheit die aus uns selber kommt. Oft beginnt Mann oder Frau eine Pilgertour aus einem momentanen Stillstand heraus, aus einer persönlichen Krise, nichts hilft mehr, der einzige AusWEG scheint der WEG zu sein oder ein Gefühl von „…es ist irgendwie dran…der Weg ruft…“.

Europa ist durchzogen von alten Pilgerwegen, der wohl bekannteste unter ihnen, ist der Jacobsweg. Alle Wege führen an heiligen Orten vorbei, die meisten führen in Richtung Santiago de Compostela. Seit Jahrhunderten wandeln auf diesen Wegen Pilger, Suchende, Findende. Ihre Energien sind in den Staub und in die Steine geschrieben. Gehst du auf diesen Wegen, gehst du in dieser Energie, kannst sie spüren – „der WEG geht uns“, sagen viele Pilger. Und so finden wir Ruhe, Lebendigkeit, Antworten wo vielleicht noch gar keine Frage war, lernen uns kennen, rennen uns manchmal vielleicht davon, um dann wieder auf uns, auf unsere Seele, zu warten.

Warum begleiten wir Pilgertouren?

Wir haben vor einigen Jahren die Kraft des Weges für uns entdeckt (Micha pilgert seit 11 Jahren durch Europa und Anke seit 7 Jahren). Wir wissen, wir schwer es vielen fällt, den Entschluss zu fassen und dann tatsächlich los zu gehen. Hundert Gründe sprechen dagegen, der innere Schweinehund leistet ganze Arbeit. Aus einer spontanen Idee heraus, haben sich seit 4 Jahren unsere Pilger-Wokshops entwickelt. In unserer Praxis ähneln sich oft die Themen der Menschen, die zu uns kommen. Viele wünschen sich Begleitung um neue Perspektiven zu sehen, Altes zu erkennen und gehen lassen zu können, zu sich selbst zu finden. Nach unserer Erfahrung geht das in Bewegung besser als im statischen Verweilen. Was wäre dann besser als den WEG zu nutzen? „Praxis auf zwei Beinen“ so zu sagen. Prozesse, die hoch kommen und angeschaut werden wollen, können begleitet werden, die kleinen persönlichen „Fluchtwege“ bewacht und Themen in die Tiefe gebracht werden.

Wir bieten derzeit 2 lange und 4 kurze Pilgertouren an.

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